Entzündete Augen: Warum Patricias Wende in der Vene begann

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Über zehn Jahre lebte Patricia mit entzündeten, geröteten Augen. Dazu kamen Juckreiz, Verklebungen und eine ausgeprägte Müdigkeit. Weder der schulmedizinische Weg noch die ersten alternativmedizinischen Ansätze brachten den Durchbruch.

  • Nach einer ausführlichen Anamnese und einer Blutuntersuchung startete sie im März mit der Oxyvenierung, also der intravenösen Sauerstofftherapie. Zwischen der vierten und sechsten Behandlung kam die Wende: kaum noch Rötung, kein Juckreiz und keine Verklebungen mehr, deutlich weniger Augentropfen. Auch ihre Schulterschmerzen wurden besser.

  • Entscheidend war die Kombination. Zehn Behandlungen im Rhythmus von mindestens zweimal pro Woche, dazu eine individuell abgestimmte Supplementierung und Empfehlungen zu Ernährung und Lebensstil, die Patricia konsequent umgesetzt hat.

Es gibt Beschwerden, die niemand sieht, und die trotzdem jeden Tag bestimmen.

Ein Auge, das brennt. Ein Blick, der nach zwei Stunden Bildschirm anfängt, zu stechen. Eine Tropfenflasche, die in jeder Jacken- und Handtasche liegt, weil man ohne sie nicht mehr aus dem Haus geht. Zehn Jahre lang war das Patricias Realität.

Heute erzählt sie ihre Geschichte selbst. Und genau das möchten wir hier künftig öfter zeigen: echte Verläufe von echten Menschen, mit dem was gut lief, und mit der Einordnung, was das für andere bedeutet. Patricias Verlauf ist einer der eindrücklichsten der letzten Monate.

Zehn Jahre, zwei Wege und kein Durchbruch

„Seit über zehn Jahren habe ich eine chronische Augenentzündung, ein trockenes Auge mit Infektionen", erzählt Patricia.

Zehn Jahre sind eine lange Zeit für ein Symptom, das viele Menschen als Kleinigkeit abtun. Für Betroffene ist es das Gegenteil. Es ist eine Dauerbelastung, die an Konzentration, Schlaf, Arbeit und Lebensqualität zehrt.

Sie ist den klassischen Weg gegangen. „Habe erst den schulmedizinischen Weg beschritten, der mich nicht weitergebracht hat." Danach kam die Alternativmedizin ins Spiel, und hier passierte zum ersten Mal etwas. „Da hatte sich schon verbessert." Aber eben verbessert, nicht gelöst. Die Tropfen blieben, und die Rötung blieb auch.

Genau an diesem Punkt kommen viele Menschen zu uns. Nicht am Anfang ihrer Geschichte, sondern nach Jahren, in denen sie schon vieles versucht haben und ihre Erwartungen entsprechend niedrig geworden sind.

Der 16. März: Was am Anfang stand, und was nicht

Am 16. März stellte sich Patricia zum ersten Mal in unserem Studio vor. Was dann kam, war bewusst keine schnelle Lösung. Zuerst gab es eine ausführliche Anamnese, ein langes Beratungsgespräch und eine Blutuntersuchung. Erst danach begann die Behandlung mit der Oxyvenierung.

Das klinische Bild bei der Erstvorstellung: eine ausgeprägte Müdigkeit und wiederkehrende allergische Beschwerden der Augen mit Rötungen, Juckreiz und Verklebungen. Was Patricia selbst als chronische Entzündung erlebte, war also eine immer wiederkehrende Reaktion eines Immunsystems, das an dieser Stelle nicht mehr zur Ruhe kam. Dazu kamen Schulterschmerzen, die zunächst nichts mit den Augen zu tun zu haben schienen.

Das Therapieziel formulierte unsere Heilpraktikerin Ezgi Sahin entsprechend breit. Es ging darum, die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung zu verbessern, das Immunsystem zu regulieren und entzündliche Prozesse günstig zu beeinflussen. Ergänzend bekam Patricia eine Supplementierung, die auf ihre Blutwerte abgestimmt war, sowie konkrete Empfehlungen zu Ernährung und Lebensstil.

Warum das trockene Auge selten ein reines Trockenheitsproblem ist

Der Begriff „trockenes Auge" führt in die Irre. Er klingt nach einem Mangel an Flüssigkeit, also nach etwas, das man mit ein paar Tropfen auffüllt, wie einen leeren Tank. Die Augenheilkunde sieht das seit Jahren anders.

Der internationale Konsensbericht „TFOS DEWS II Definition and Classification Report" (Craig et al., The Ocular Surface, 2017) beschreibt das trockene Auge als multifaktorielle Erkrankung der Augenoberfläche. Dabei wirken ein instabiler Tränenfilm, eine erhöhte Salzkonzentration der Tränenflüssigkeit und eine Entzündung der Augenoberfläche zusammen. Im Zentrum steht also nicht die Trockenheit, sondern ein System, das aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Und dieses System hat einen Treiber, der in der Forschung immer wichtiger wird: oxidativen Stress. Schon die Übersichtsarbeit „Dry eye disease and oxidative stress" (Seen et al., Acta Ophthalmologica, 2018) fasste zusammen, wie freie Radikale die empfindlichen Strukturen der Augenoberfläche schädigen.

Der aktuelle Review „Dry Eye Disease: Oxidative Stress on Ocular Surface and Cutting-Edge Antioxidants" (Hu et al., Global Challenges, 2025) geht noch einen Schritt weiter. Reaktive Sauerstoffspezies schädigen dort nicht nur direkt Proteine, Fette und Erbgut, sie sind auch ein vorgeschalteter Treiber der Entzündung.

Damit schließt sich ein Kreis, den Betroffene gut kennen. Oxidativer Stress befeuert die Entzündung, die Entzündung destabilisiert den Tränenfilm, und der instabile Tränenfilm erzeugt neuen Stress. Tropfen helfen an dieser Stelle über den Tag, sie unterbrechen den Kreis aber nicht.

Hinzu kommt, dass konservierte Augentropfen selbst zu den Faktoren gehören können, die den oxidativen Druck auf die Augenoberfläche erhöhen.

Was bei einer Oxyvenierung passiert

Die Oxyvenierung wird auch intravenöse Sauerstofftherapie genannt. Sie geht auf den Arzt Dr. Regelsberger zurück, der das Verfahren ab den 1950er-Jahren entwickelt hat. Dabei wird medizinischer Sauerstoff in sehr kleinen, streng dosierten Mengen langsam über eine Vene zugeführt.

Wichtig zum Verständnis: Es geht nicht darum, das Blut mit Sauerstoff aufzuladen. Der Reiz selbst ist der Wirkmechanismus. Der zugeführte Sauerstoff setzt im Gefäßsystem eine Reaktionskette in Gang, bei der der Körper vermehrt gefäßerweiternde und entzündungshemmende Botenstoffe bildet.

Beschrieben ist unter anderem ein Anstieg bestimmter weißer Blutkörperchen, der eosinophilen Granulozyten. Sie setzen das Enzym 15-Lipoxygenase-1 frei, dem eine entzündungsauflösende Wirkung zugeschrieben wird. Dazu kommen eine bessere Sauerstoffabgabe ins Gewebe und günstigere Fließeigenschaften des Blutes. Man kann sich das vorstellen wie ein sanftes Training für das Gefäßsystem. Es wird nichts nachgefüllt, sondern etwas angestoßen.

Genau diese beiden Effekte, also die entzündungshemmende und die durchblutungsfördernde Wirkung, sind der Grund, warum das Verfahren auch bei Augenthemen untersucht wurde. In der Arbeit „Intravenöse Sauerstofftherapie bei trockener altersbedingter Makuladegeneration" (Beeke & Kreutzer, Erfahrungsheilkunde, 2007) wurde die Sehschärfe an 80 Augen von 44 Patientinnen und Patienten vor und nach einer dreiwöchigen Behandlungsserie gemessen.

Der Gedanke dahinter war, über die Stärkung körpereigener antioxidativer Mechanismen dem oxidativen Stress am Auge etwas entgegenzusetzen.

Bei aller Begeisterung gehört die Einordnung dazu. Die Oxyvenierung ist ein naturheilkundliches Verfahren, dessen Studienlage überschaubar ist und das schulmedizinisch nicht abschließend anerkannt ist. Wir versprechen damit nichts. Wir setzen sie dort ein, wo sie zum individuellen Bild passt, und schauen genau hin, was passiert.

Der Verlauf: zehn Behandlungen, die Wende in der Mitte

Insgesamt bekam Patricia zehn Oxyvenierungsbehandlungen. Und es passierte deutlich mehr, als sie erwartet hatte.

„Die Oxyvenierung, die hat mich echt total weitergebracht. Die Symptomatik hat sich sehr verbessert. Ich brauche viel weniger Augentropfen. Die Augen sind viel weniger gerötet. Also ich bin super zufrieden."

Bemerkenswert ist vor allem der Zeitpunkt. Die spürbare Wende kam zwischen der vierten und der sechsten Sitzung, also nach zehn Jahren Beschwerden, innerhalb weniger Wochen. Die Augen waren kaum noch gerötet, Juckreiz und Verklebungen verschwanden vollständig. Patricia selbst erinnert sich so: „Ergebnisse hatte ich schon nach der fünften oder nach der sechsten Behandlung."

Weniger Tropfen zu brauchen, ist dabei mehr als eine Bequemlichkeit. Wer seltener tropft, belastet die Augenoberfläche auch seltener mit den Präparaten selbst. Der Kreislauf wird also an einer zweiten Stelle entlastet.

Und dann war da noch etwas, womit niemand gerechnet hatte. Auch die Schulterschmerzen wurden deutlich besser, und das allgemeine Wohlbefinden nahm spürbar zu. Die ausgeprägte Müdigkeit, mit der Patricia zu uns gekommen war, ließ Stück für Stück nach. Ein Verfahren, das im ganzen Körper wirkt, wirkt eben auch dort, wo es nicht am lautesten weh tut.

Warum die Frequenz den Unterschied machte

Auf die Frage nach den Abständen wird Patricia sehr konkret. „Ich habe versucht, die Woche wenigstens zweimal zu kommen, und bin da auch sehr gut von der Heilpraktikerin Ezgi beraten worden, die bei mir die Oxyvenierung gemacht hat. Hat sie auch echt super gemacht. Sie hat mir empfohlen, mindestens zweimal die Woche zu kommen. Habe ich mich auch dran zu halten versucht."

Die Oxyvenierung ist eine Serientherapie. Ihr Prinzip ist ein wiederholter, dosierter Reiz, auf den der Körper mit Anpassung antwortet, ähnlich wie beim Training. Eine einzelne Einheit im Fitnessstudio verändert nichts. Zwei Einheiten pro Woche über mehrere Wochen verändern messbar etwas. Genau deshalb beraten wir vor der ersten Behandlung so ausführlich zur Frequenz. Wer zu selten kommt, setzt keinen Trainingsreiz, sondern nur einen Termin.

Der Behandlungserfolg lässt sich deshalb auch nicht auf eine einzelne Maßnahme zurückführen. Er ist das Ergebnis aus drei Dingen: der regelmäßigen Oxyvenierung, einer individuellen Therapieplanung auf Basis der Blutwerte und Patricias konsequenter Umsetzung der Empfehlungen zu Supplementierung, Ernährung und Lebensstil. Der dritte Punkt gehört genauso dazu wie die ersten beiden.

Ihr Fazit klingt entsprechend überrascht.

„Hätte nicht erwartet, dass es so ein gutes Ergebnis ergibt."

Wofür die Oxyvenierung sonst infrage kommt

Dass sich bei Patricia neben den Augen auch die Müdigkeit und die Schulterschmerzen besserten, ist kein Zufall. Es liegt in der Natur eines Verfahrens, das an Durchblutung, Sauerstoffversorgung und Entzündungsregulation ansetzt. Je nach Indikation kann die Oxyvenierung unter anderem unterstützend eingesetzt werden bei:

  • Allergien und Asthma

  • chronischen Entzündungen und rheumatischen Beschwerden

  • Erschöpfung und anhaltender Müdigkeit

  • Durchblutungsstörungen

  • Polyneuropathien

  • weiteren chronischen Erkrankungen

Ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet sich nie über eine Liste, sondern über Anamnese, Befund und Laborwerte.

Die Behandlerin: Ezgi Sahin

Begleitet wurde Patricia von Ezgi Sahin, Heilpraktikerin bei U - The Longevity Club. Ezgi bringt eine seltene Kombination mit. Seit 2012 ist sie Medizinische Fachangestellte und weiterhin in der allgemeinen inneren Medizin tätig.

Dazu kommen ihre Ausbildungen als nicht-ärztliche Praxisassistentin (NÄPA), Operationstechnische Assistentin, zertifizierte Wundmanagerin, Darmtherapeutin nach Dr. Freese, Mykotherapeutin, Mikronährstoffexpertin und Regulationstherapeutin. Seit 2023 ist sie Heilpraktikerin.

Diese Verbindung aus klinischer Erfahrung und naturheilkundlicher Tiefe prägt ihre Arbeit. Sie schaut nicht nur auf das Symptom, sondern auf das System dahinter, und sie sagt klar, was es braucht, damit eine Therapie überhaupt wirken kann. Wie dieser Ansatz bei einem ganz anderen Beschwerdebild aussieht, zeigt unser Beitrag „Haarausfall war nur das Signal: Wie Jennifer über Leber und Darm zurück zu ihrer Kraft fand".

Was Patricias Verlauf zeigt

Es ist ein Einzelfall. Kein Verlauf gleicht dem anderen, und aus einer Erfahrung wird kein Versprechen. Was dieser Bericht aber sehr deutlich zeigt, ist ein Prinzip, das unsere Arbeit trägt. Ein Symptom am Auge ist selten nur ein Problem des Auges. Wenn Entzündung, oxidativer Stress und ein überreiztes Immunsystem im ganzen Körper eine Rolle spielen, dann kann ein Ansatz, der am ganzen Körper arbeitet, genau dort etwas bewegen.

Wir freuen uns sehr über diesen Verlauf und darüber, Patricia auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Lebensqualität begleitet zu haben. Ihr Beispiel zeigt noch etwas. Es lohnt sich, auch nach zehn Jahren nicht aufzugeben.

Wenn Sie eine Beschwerde mit sich herumtragen, die Sie längst abgehakt haben, laden wir Sie zu einem persönlichen Erstgespräch bei U – The Longevity Club ein.

Wir schauen uns in Ruhe an, wo Ihr Körper gerade steht, welche Diagnostik sinnvoll ist und ob ein Verfahren wie die Oxyvenierung für Sie infrage kommt. Ohne Versprechen, aber mit der Zeit und der Aufmerksamkeit, die Ihr Anliegen verdient.

 
 
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